Bekommt Ettringen die zweitgrößte Müllverbrennungsanlage in Bayern?
Wir wehren uns gegen die Pläne der Fa. Lang-Papier (Myllykoski Corporation Finland), in der Gesundheitsregion Unterallgäu eine Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage zu errichten, von der große Risiken für Umwelt und Gesundheit ausgehen.
Die Ämter mauern……
29.08.2010Link zum Pressebericht:
Strudel von Grund- und Sickerwasser
Diese Überschrift zu dem oben stehenden Pressebericht über die Deponie in Hegnenbach könnte auch über einem Artikel zur Werksdeponie Lang stehen, wenn – ja wenn sich die regionale Presse einmal dazu durchringen könnte, die Öffentlichkeit über die offensichtlichen Missstände um diese Deponie kritisch zu informieren. Da dies aber bisher nicht der Fall war, muss sich unsere BI, nach wie vor, mit dem subjektiven Engagement der Behörden auseinandersetzen, welche sich von Fall zu Fall gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben.
In beiden Fällen geht es um die Gefährdung des Grund- und Trinkwassers durch eine undichte Deponie.
Während in Hegnenbach das Leck noch gefunden werden muss, ist in Ettringen aktenkundig, dass die Basisabdichtung der Deponie ungenügend bis nicht vorhanden ist und dass seit Jahrzehnten Sickerwasser ins Grundwasser eindringt. Gleichwohl behaupten beide Betreiber, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung des Grundwassers bestand oder noch besteht. Dabei fällt auf, dass die entsprechenden Beprobungen und Analysen an beiden Standorten vom Labor Dr. Blasy/ Dr. Busse durchgeführt werden.
Die zuständigen Wasserwirtschaftsämter berufen sich ohne Alternativrecherche auf diese Ergebnisse und erklären ebenfalls, dass von den Deponien zu keiner Zeit Beeinträchtigungen für das Grundwasser ausgegangen sind.
Die örtliche BI in Hegnenbach hat nun bei einem renommierten geowissenschaftlichen Büro ein Gutachten in Auftrag gegeben, in welchen der Wissenschaftler zu ganz anderen Ergebnissen und Schlussfolgerungen kommt. Die Aussagen und Forderungen dieser Studie können im Wortlaut auf die Deponie Lang übertragen werden:
1. Die Verhältnisse um die Deponie sind seit Jahren unübersichtlich
2. Gerade die hydrogeologischen Verhältnisse bedürfen dringend der Klärung
3. Im Grundwasser wurden immer wieder Belastungen durch Schadstoffe festgestellt.
Die mögliche Quelle für diese Verunreinigungen könnte die Deponie sein, auch
wenn dies von offizieller Seite von vornherein ausgeschlossen wird.
Die BI Hegnenbach schickte das Gegengutachten mit der Bitte um Stellungnahme an das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, welches mit skandalöser Arroganz die Annahme verweigerte, mit dem Hinweis auf die eigenen Erkundungen.
Anhand ihres Gutachtens hat die BI Hegnenbach nun einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, dessen wichtigste Punkte mit den Forderungen unserer BI zur Deponie Lang identisch sind:
1. Die Grundwasserströmungsverhältnisse im Umfeld der Deponie müssen großräumig ermittelt werden.
2. Erstellung eines dreidimensionalen Grundwassermodells für die Deponie und deren
und deren Umgriff.
3. Zusätzliche Messstellen müssen eingerichtet werden.
4. Untaugliche Messstellen müssen durch neue aussagekräftige Bohrungen ersetzt
werden.
Zusätzlich fordern wir für das Lang – Gelände eine Historische Erkundung der
Altlastenverdachtsflächen.
Es erscheint schon sehr merkwürdig und wenig vertrauensbildend, wenn Aufsichtsbehörden, die für den Schutz von Boden und Grundwasser verantwortlich zeichnen, sich hartleibig gegen Aufklärungsmaßnahmen stemmen, die anderenorts als selbstverständlich gelten. Ein verärgerter Manager der Landkreisabfallbetriebe fordert daher das Wasserwirtschaftsamt auf endlich Flagge zu zeigen.
In Sachen Lang - Deponie schlissen wir uns diesem Aufruf nachdrücklich an und richten ihn zusätzlich an das Landratsamt Unterallgäu und an die Regierung von Schwaben.
C. Fiber
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Brainstorming im Ettringer Gemeinderat
09.08.2010Kommentar zu TOP 1 der Niederschrift vom 12.07.2010
"Früher war die Zukunft auch besser …" (Karl Valentin)
Die Mindelheimer Zeitung plant derzeit eine Ranking – Serie über das Erscheinungsbild von Gemeinden in ihrem Lesergebiet.In diesem Zusammenhang wurden den Gemeindevertretern in Ettringen folgende Fragen gestellt:
1. Wo liegen die Stärken in Ihrer Gemeinde
2. Wo sind die Schwächen Ihres Ortes
3. Wo steht Ihr Ort in 10 Jahren
Laut O-Ton Sitzungsniederschrift entfesselte der Bürgermeister daraufhin – nomen est omen- ein heftiges Brainstorming zu diesen Fragen in der Gemeinderatssitzung.
Im Ergebnis erwies sich der Sturm, wie so oft, als eher laues Lüftchen der Stärke 2. Während der Braintrust unter Punkt 1 durchaus einige positive Beiträge vermelden konnte, förderte der Punkt 2 massive Minuspunkte zutage:
a) Abhängigkeit von einem großen Konzern
b) abnehmende Kinderzahlen
c) Abwanderung von Familien
d) Gebäudeleerstand
In einer zukunftsorientierten Kommune müssten bei der Feststellung solcher latent gefährlichen Fakten sämtliche Alarmglocken laut schrillen und es wäre anzuraten, dass der Bürgermeister ein weiters Brainstorming anberaumt und zusammen mit seinem Braintrust in die Ursachenforschung über diese sichtbar negative Entwicklung einsteigt.
Die BI kann hierzu einige wichtige Hinweise besteuern:
1. Aufgrund der bereits vorhandenen, dauerhaften und nicht hinreichend analysierten Umweltbelastung im Ortsbereich (Schadstoffimmission, Industrieschnee, Lärm, Gestank, Verkehrsbelastung) und im Hinblick auf die geplante Müllverbrennung, kann es niemand jungen Paaren verdenken, wenn sie ihren Kinderwunsch verschieben oder ganz darauf verzichten.
2. Dieselbe Motivation gilt auch für die Abwanderung von Familien: verantwortungsbewusste Eltern wollen dafür sorgen, dass ihre Kinder nicht über Jahre hinweg der schon vorhandenen Umweltbelastung und evtl. dem fall out der geplanten Müllverbrennung ausgesetzt sind. Sie werden nach Möglichkeiten suchen um ihre Kinder anderswo in einem gesündern Umfeld aufwachsen zu lassen. Diese Tendenz würde noch signifikanter zu tage treten, wenn nicht viele Familien durch Wohneigentum an den Ortsbereich gebunden wären. Trotzdem sprechen die Gebäudeleerstände eine deutliche Sprache. Die Folgen von Umweltverpestung auf die Gesundheit sind heutzutage weitgehend bekannt und wer will schon in einer bekanntermaßen belasteten Umgebung wohnen, geschweige denn dorthin umziehen!
3. Auch die Abhängigkeit von dem verursachenden Großbetrieb wird sich nicht so leicht durchbrechen lassen:
Seriös geführte, zukunftsorientierte Unternehmen mit sauberer Produktion meiden schon aus Imagegründen die Ansiedelung in der Nähe von industriellen Dreckschleudern. Sie werden sich dort auch nicht niederlassen, weil sie ihren, meist umweltbewussten und hochqualifizierten Mitarbeitern nicht zumuten können in der unmittelbaren Nähe einer Müllverbrennung zu arbeiten und zu leben. Außerdem befürchten sie hohe Krankenstände und starke Fluktuation im Personalbereich. Unter diesem Aspekt gesehnen beeinträchtigen die Müllverbrennungspläne auch rücksichtslos eine positive Entwicklung in den Nachbargemeinden.
4. In ihrer 10 Jahresprognose legen sich die Räte u. a. auf den Erhalt des ländlichen Charakters der Gemeinde fest. Für den kritisch denkenden Beobachter wäre es interessant zu er fahren, nach welchem Konzept diese Vorgabe realisiert werden soll, wenn im Bereich der Gemeinde die zweitgrößte industrielle Müllverbrennung gebaut wird? Mit all den bekannten negativen Begleiterscheinungen für Flora und Fauna und insbesondere für die Bauern, die ja in erster Linie den ländlichen Charakter der Region prägen .Langfristig können diese, durch die immer strenger werdende Produkthaftungsrichtlinie der EU, erhebliche Absatzprobleme für ihre Produkte bekommen, wenn sie sich im Einflussbereich einer umweltbelastenden Anlage befinden. Um den ländlichen Charakter zu erhalten, genügt es nicht dem Trachtenverein und der Blaskapelle Zuschüsse zu gewähren. Vielmehr muss die traditionelle naturnahe Kultur- und Gartenlandschaft erhalten bleiben und gefördert werden und die Existenz von Bio- und Milchbauern darf nicht gefährdet werden. Der Bau einer umweltgefährdenden industriellen Großanlage ist dabei mit Sicherheit der falsche Weg.
Sollte die Müllverbrennung trotz allen Widerstandes in Betrieb gehen ist folgende Prognose angesagt: In 10 Jahren wird kein Mensch die Gemeinde Ettringen mit den Attributen „kinder- und familienfreundlich mit gesundem ländlichen Charakter“ in Verbindung bringen. Der Assoziationsbegriff für die Gemeinde im Jahr 2020 wird lapidar auf die folgenden 4 Buchstaben reduziert sein:
MÜLL - (Verbrennung)
Unter dem Aspekt der immer deutlicher erkennbaren globalen und regionalen Klima- und Umweltschutzproblematik erscheint es nahezu unverständliche wie kurzsichtig und orientierungslos die Mehrheit der Ettringer Gemeindeverantwortlichen durch ihre Weichenstellung für die Müllverbrennung, die Sicherheit, die Lebensqualität und das positive Image einer ganzen Region rücksichtslos aufs Spiel setzt. Nur um einen Großkonzern bei der Gewinnmaximierung dienlich zu sein! Blauäugig in der trügerischen Hoffnung ein paar Brosamen von diesem Gewinn zu ergattern
Aber noch ist dieser Zug nicht abgefahren. Die Mitglieder und Freunde der BI werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um diese fatale Fehlentscheidung zu korrigieren.
C.Fiber
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Bericht zur Hauptversammlung vom 22.7.2010
30.07.2010Die Hauptversammlung der BI für 2010 fand am 22.07. in Ettringen statt. Der Besucherandrang war eher mäßig, ein Umstand der unter anderem wahrscheinlich dem derzeitig unspektakulären Fortgang des Genehmigungsverfahrens geschuldet ist.
Die Tatsache dass jedoch bis heute keine Genehmigung erteil wurde, ist im Tätigkeitsbericht der Vorstandschaft als Erfolg der BI verbucht. Inzwischen sind mehr als 2,5 Jahre seit der Antragsstellung vergangen. In weiteren Verlauf des Berichts kamen die Aktivitäten der BI zur Sprache, welche zu dieser Verzögerung führten. Gleichwohl musste darauf hingewiesen werden, dass es zur Genehmigungserteilung kommen wird und dass sich die BI auf den Klageweg vorbereiten muss.
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Hauptversammlung waren die Ergänzungswahlen zum Vorstand. Sie waren notwendig geworden durch den Rücktritt der ersten Vorsitzenden aus den bekannten Gründen und durch den Ausfall von 2 weiteren Positionen, zum einen aus gesundheitlichen, zum anderen aus persönlichen Gründen.
Die Funktion des 1. Vorsitzenden übernahm Harald Braun, der bereits als Beisitzer in die Vorstandsarbeit eingebunden war.
Als Schatzmeisterin wurde Renate Frey gewählt, die nach dem gesundheitlich bedingten Rücktritt von Oswald Brenner die Kassengeschäfte kommissarisch führte.
Auch in der Gruppe der Beisitzer ergaben sich Wechsel und Neuzugänge.
Der Gesamtvorstand (ein zusätzlicher Beisitzer) setzt sich nun zusammen wie folgt:
- Vorsitzender: Harald Braun aus Obermeitingen
- Vorsitzender: Karlheinz Hiesinger aus Lamerdingen
- Schatzmeisterin: Renate Frey aus Langerringen
- Schriftführerin: Heidi Gruber - Schwerdel aus Ettringen
- Beisitzer: Karlheinz Fünfer aus Großkitzighofen
- Beisitzer: Manfred Mayer aus Ettringen
- Beisitzer: Robert Rippel aus Dillishausen
Auf eine breite Basis gestellt können die künftigen Aufgaben nun weiterhin konzentriert angegangen werden."
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Vortrag von Prof. Michael Braungart - Universität Lüneburg
20.07.2010"Thermische Verwertung" von Rohstoffen, der deutsche Weg!?
Wir haben die Aufnahme einer Infoveranstaltung der Bügerinitiative Gesundes Wertachtal e. V. mit Herrn Prof. Michael Braungart digitalisiert und können Ihnen diese nun in ungekürzter Fassung anbieten. Die Aufnahme ist vom 06.05.2008 in Langerringen. Sie finden diese Informationen auch als Meta-Tags in den Videos wieder.
Sie finden die Video hier in unserem Medienarchiv >>>
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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2010
12.07.2010Einladung zur Jahreshauptversammlung 2010 am Donnerstag den 22. Juli 2010 um 20.00 Uhr in Ettringen Cafe Kellerberg
Tagesordnung
- Bericht des Vorstandes
- Kassenbericht
- Aussprache
- Nachwahlen zum Vorstand
- Verschiedenes
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Der Müllofen-Spuk in Paderborn ist vorbei
04.07.2010Paderborn. Unter solch einem Druck wurde lange keine Entscheidung mehr im Rat der Stadt Paderborn gefällt: Nach einer Bedenkzeit von gerade mal zwei Tagen hatte der Stadtrat für 3,18 Millionen Euro die Chance, seine Bürger von dem seit vier Jahren drohenden Damoklesschwert einer Müllverbrennungsanlage im Industriegebiet Mönkeloh zu erlösen. Er nutzte sie einstimmig.
hier das Orginal auf www.nw-news.de lesen >>>
Hier könnten sich unserer "Politiker" moralisch und im Sinne der Volksvertretung orientieren.
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Alles Müller – oder was???
26.06.2010Die Firma Müller - Milch zählt bekanntermaßen zu den Freunden und Befürwortern von kommerziellen Müllverbrennungsanlagen (Leppersdorf). Auch in anderen Bereichen gehört sie zu den umwelt- und gesellschaftspolitischen Geisterfahrern.
Im Jahr 2008 haben die Bauern des „Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter“ (BDM) ihre demokratischen Rechte wahrgenommen und mit Blockaden gegen die ruinösen Milchpreise demonstriert. Die beteiligten Landwirte werden nun von Müller - Milch mit einem Schadenersatzprozess überzogen. Müller verlangt existenzzerstörende 680.000 Euro! In erster Instanz haben die BDM Bauern nun verloren. Nun geht es in die zweite Instanz. Doch das kostet viel Geld. Die BI kann davon ein Lied singen, weil sie sich derzeit auf die notwendige Klage gegen die Genehmigung der Müllverbrennung Lang vorbereitet.
Um nicht im Ruin unterzugehen hoffen die BDM – Bauern auf breite Unterstützung und haben deshalb eine Soli – Hotline eingerichtet. Ein Anruf auf der nachstehenden Nummer bringt 5 Euro auf das Spendenkonto für die betroffenen Bauern und beweist gleichzeitig unsere Solidarität mit dem BDM.
Nummer der Hotline: 0900-1920210
Auch im Falle der Müllverbrennung Ettringen wären BDM – Landwirte (allerdings auch andere Bauern!!!) von den schädlichen Auswirkungen betroffen. Sie unterstützen deshalb unseren Widerstand. Der BDM ist in unserer vorgesehenen Klägergemeinschaft auch personell vertreten. Solidarität ist keine Einbahnstrasse! Helfen wir deshalb mit einem kleinen Obolus den bedrängten Milchbauern im Kampf gegen einen übermächtigen Konzern! Sehr wirkungsvoll wäre es, wenn wir unseren Unmut zum Ausdruck bringen würden, indem wir die Produkte von Müller – Milch im Supermarkt ignorieren würden. Es ist nicht alles Müller!
Eine kleine Entscheidungshilfe für den Einkauf: Auf allen Verpackungen von Molkereiprodukten muss ein Reverenzstempel sichtbar sein, durch den sich die genaue Herkunft des Inhalts nachvollziehen lässt. Der Herstellerbetrieb ist mit einer dreistelligen Zahl gekennzeichnet.
Ein Stempelbeispiel:
EG = EU, DE = Deutschland, BY = Bayern, 103 = Müller
Bei den nun folgenden Nummern ist immer Müller drin, auch wenn etwas anderes auf der Verpackung steht, z. B. Weihenstephan!
BY 103, BY 718, SN 016
Ein kurzer Blick genügt!
C.Fiber
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BI Gesundes Wertachtal e. V. trifft Kirchenvorstand Buchloe
24.06.2010Am 18. April 2010 folgten Hr. Hiesinger und Hr. Jakob einer Einladung des Kirchenvorstandes der Evangelisch-Lutherischen Kirche Buchloe, um im Dietrich-Bonhoeffer-Haus das Anliegen der BI darzulegen. Der Vortrag des BI-Vorstandes wurde von den Mitgliedern des Kirchenvorstandes mit großem Interesse und hohem Sachverstand verfolgt. Die BI freut sich darüber, dass dieser Kirchenvorstand einstimmig den Beschluss gefasst hat, das Anliegen der BI im christlichen Sinne der „Bewahrung der Schöpfung“ zu unterstützen und begrüßt die ihr eingeräumten Möglichkeiten.
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Newsletter der Bürgerinitiative Lamerdingen
20.06.2010Wie geht es weiter im Kampf gegen die Müllverbrennungsanlage?
Nach der bevorstehenden Genehmigung der Müllverbrennungsanlage werden wir dagegen klagen.
Unser Rechtsanwalt hat uns die Möglichkeiten aufgezeigt:
A:
- Standortproblematik: eine solche Anlage würde verstoßen gegen Regionalpläne, gegen Landschaftspläne, gegen das Raumordnungsrecht und gegen das Bauplanrecht
- Altlastenverdächtige Anlagen im Baugebiet müssen vor Baubeginn saniert werden
- Ist sichergestellt, dass das Grundwasser nicht beeinträchtigt wird?
- Eine -in nationales Recht angenommene- EU-Richtlinien fordert die Abgasreinigung nach dem fortschrittlichsten Stand der Technik. Hier fehlt der Nachweis.
- Die Feststellung der Vorbelastung der Luft durch Schadstoffe sowie die Immissionsprognose waren fehlerhaft
- Geruchs- und Lärmbelästigung müssen in einer neuen Immissionsgrenze neu bewertet werden
- Biotope wurden zu wenig berücksichtigt
B:
Unsere Akteneinsicht bei den Genehmigungsbehörden haben ergeben, dass die von Fa. Lang eingereichten Unterlagen unvollständig sind. Es wurde moniert:
- Altlasten auf dem Gelände der Firma Lang
- Die Deponiestandsicherheit
- Das Raumordnungsverfahren und das Bauplanrecht
- Die Geräuschimmissionsschutzprognose
- Die Entsorgung von Betriebsabwässern
- Der Artenschutz
- Die Anwendung des Emmissionshandelsgesetzes
C:
Wie sind unsere Aussichten im Kampf gegen dieses rücksichtslose Projekt?
- Eine genaue Beurteilung kann ohne die Genehmigung natürlich noch nicht abgegeben werden
- Wenn die von Lang eingereichten Unterlagen nicht besser werden, (und dazu hatte Lang bis jetzt genug Zeit), dann dürfen wir recht zuversichtlich sein.
Fazit: wir kämpfen auch für Ihre Gesundheit
Wie Sie sehen hat sich unsere Hartnäckigkeit gelohnt. Aber es steht uns noch ein langer Weg bevor, den wir mit Ihrer Unterstützung auch weiterhin gerne gehen werden.
Bitte unterstützen Sie uns!
Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal e.V."
Raiffeisenbank Hiltenfingen eG
Konto-Nr. 74 51 11 BLZ 720 691 05
Müll verbrennen muss nicht sein, dieses dient nur der Profitmaximierung der Fa. Lang. Sie hat ja erst kürzlich auf die preiswertere und umweltfreundliche Gaslösung gesetzt, mit dieser Lösung ist nach eigenem Bekunden die Papier-Produktion gesichert. So hatten wir uns das vorgestellt.
Die Müllverbrennung braucht nun kein Mensch mehr in Bayern, - dafür aber in Finnland.
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Newsletter der Bürgerinitiative Lamerdingen
20.06.2010In diesem Newsletter möchten wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Ereignisse informieren
Gemeinde Ettringen stimmt Kesselumbau zu
Der Ettringer Gemeinderat erteilte einstimmig seine Zustimmung zu den neuen Energie-Plänen von Lang Papier. Die Firma hat beim Landratsamt Unterallgäu den Genehmigungsantrag für die Umrüstung eines Kessels von Schweröl- auf Gasfeuerung eingereicht. Aufgrund der Verzögerungen bei der Genehmigung des Müllheizkraftwerks durch die BI Gesundes Wertachtal, „rutschte“ das gesamte Vorhaben mitten in die Wirtschaftskrise – aktuell ist eine Umsetzung wohl nicht realistisch darstellbar - zu hoch sind die Finanzierungsrisiken. Dennoch wird die Gasfeuerung von der Fa. Lang weiterhin nur als Übergangslösung bezeichnet – am Bau des Müllkraftwerks wird festgehalten.
Einige Vorteile der Gasfeuerung:
- Die Umrüstung auf Gasfeuerung schlägt mit ca. 1 Mio. Euro zu Buche. Für das Müllkraftwerk waren 120 Mio. Euro veranschlagt.
- Keine kritischen Schadstoffe in den Emissionen (nahezu keine Feinstäube, keine Dioxine, keine Furane, keine Schwermetalle)
- keine Reststoffe bzw. Aschen aus der Verbrennung die entsorgt werden müssen
- Nach Aussage der Fa. Lang sind keine Arbeitsplätze in Gefahr
Fazit: Im Prinzip bekommen wir die Gas-Lösung, die die BI von Anfang an propagiert hat! Jetzt ist es Aufgabe der Bürger dafür zu sorgen, dass es auch so bleibt. Es gibt wirklich keinen guten Grund den Bürgern von 3 Landkreisen eine Müllverbrennung vor die Nase zu setzen - schließlich hat Myllykosky bei seiner Tochter in Plattling vor ca. 2 Jahren ebenfalls ein hochmodernes Gas-Kraft-Wärme-Kraftwerk in Betrieb genommen.
Kein Bürger braucht die Müllverbrennung und die damit verbundenen Zusatzbelastungen, und scheinbar kann ja auch die Fa. Lang mit Gas die Energieversorgung sicherstellen.
Brände in den letzten Wochen:
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| Abbildung 1: EBS-Aufbereitungsanlage in Delitsch - 09.04.10 | Abbildung 2: EBS-Aufbereitungsanlage in Delitsch - 09.04.10 | Abbildung 3: Recyclingfirma -Wörth an der Isar – 30.03.10 (Bilder von BR-online) |
Weiterer Großbrand:
Müllverbrennung Nürnberg am 22.04.2010.
Möchten Sie eine solche Wolke über Ihrem Ort sehen?
Ihre BI-Lamerdingen
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