Die Ämter mauern……
Strudel von Grund- und Sickerwasser
Link zum Pressebericht:
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Strudel von Grund- und Sickerwasser
Diese Überschrift zu dem oben stehenden Pressebericht über die Deponie in Hegnenbach könnte auch über einem Artikel zur Werksdeponie Lang stehen, wenn – ja wenn sich die regionale Presse einmal dazu durchringen könnte, die Öffentlichkeit über die offensichtlichen Missstände um diese Deponie kritisch zu informieren. Da dies aber bisher nicht der Fall war, muss sich unsere BI, nach wie vor, mit dem subjektiven Engagement der Behörden auseinandersetzen, welche sich von Fall zu Fall gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben.
In beiden Fällen geht es um die Gefährdung des Grund- und Trinkwassers durch eine undichte Deponie.
Während in Hegnenbach das Leck noch gefunden werden muss, ist in Ettringen aktenkundig, dass die Basisabdichtung der Deponie ungenügend bis nicht vorhanden ist und dass seit Jahrzehnten Sickerwasser ins Grundwasser eindringt. Gleichwohl behaupten beide Betreiber, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung des Grundwassers bestand oder noch besteht. Dabei fällt auf, dass die entsprechenden Beprobungen und Analysen an beiden Standorten vom Labor Dr. Blasy/ Dr. Busse durchgeführt werden.
Die zuständigen Wasserwirtschaftsämter berufen sich ohne Alternativrecherche auf diese Ergebnisse und erklären ebenfalls, dass von den Deponien zu keiner Zeit Beeinträchtigungen für das Grundwasser ausgegangen sind.
Die örtliche BI in Hegnenbach hat nun bei einem renommierten geowissenschaftlichen Büro ein Gutachten in Auftrag gegeben, in welchen der Wissenschaftler zu ganz anderen Ergebnissen und Schlussfolgerungen kommt. Die Aussagen und Forderungen dieser Studie können im Wortlaut auf die Deponie Lang übertragen werden:
1. Die Verhältnisse um die Deponie sind seit Jahren unübersichtlich
2. Gerade die hydrogeologischen Verhältnisse bedürfen dringend der Klärung
3. Im Grundwasser wurden immer wieder Belastungen durch Schadstoffe festgestellt.
Die mögliche Quelle für diese Verunreinigungen könnte die Deponie sein, auch
wenn dies von offizieller Seite von vornherein ausgeschlossen wird.
Die BI Hegnenbach schickte das Gegengutachten mit der Bitte um Stellungnahme an das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, welches mit skandalöser Arroganz die Annahme verweigerte, mit dem Hinweis auf die eigenen Erkundungen.
Anhand ihres Gutachtens hat die BI Hegnenbach nun einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, dessen wichtigste Punkte mit den Forderungen unserer BI zur Deponie Lang identisch sind:
1. Die Grundwasserströmungsverhältnisse im Umfeld der Deponie müssen großräumig ermittelt werden.
2. Erstellung eines dreidimensionalen Grundwassermodells für die Deponie und deren
und deren Umgriff.
3. Zusätzliche Messstellen müssen eingerichtet werden.
4. Untaugliche Messstellen müssen durch neue aussagekräftige Bohrungen ersetzt
werden.
Zusätzlich fordern wir für das Lang – Gelände eine Historische Erkundung der
Altlastenverdachtsflächen.
Es erscheint schon sehr merkwürdig und wenig vertrauensbildend, wenn Aufsichtsbehörden, die für den Schutz von Boden und Grundwasser verantwortlich zeichnen, sich hartleibig gegen Aufklärungsmaßnahmen stemmen, die anderenorts als selbstverständlich gelten. Ein verärgerter Manager der Landkreisabfallbetriebe fordert daher das Wasserwirtschaftsamt auf endlich Flagge zu zeigen.
In Sachen Lang - Deponie schlissen wir uns diesem Aufruf nachdrücklich an und richten ihn zusätzlich an das Landratsamt Unterallgäu und an die Regierung von Schwaben.
C. Fiber
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